Merkwürdige Denkweise

Merkwürdige Denkweise

Wenn ich an meinen Vorträgen davon spreche, dass wir uns und unsere Leistungen/Produkte besser inszenieren sollen, kommt oft der Einwand, dass man nicht zu diesen Angebern und Luftpumpen gehören wolle.

Wie ist das wenn Sie auf Partnersuche sind – beim ersten Date? Ziehen Sie sich da die hässlichsten, alten, kurzen Hosen an und das «lustige», vergilbte Motto-T-Shirt? Nein. Da überlegt man sich, was man anziehen soll. Da macht man sich zurecht. Inszenierung? Irgendwie schon. Man lässt das, was da ist, möglichst gut ausschauen.

Und genau darum geht es. Das was da ist, möglichst gut wirken zu lassen. Es gibt so viele gute Fachleute mit tollen Produkten, die sich massiv unter Wert verkaufen. Und es gibt viele «Luftpumpen», die sehr viel Geld verdienen. BEIDES ist schlecht.

In der Schweiz sagt man oft, bei etwas, was eigentlich gut ist, «Nicht so schlecht». Meint allerdings gut. – Verrückt? Irgendwie schon.

Es ist entscheidend, wie wir über uns und unsere Leistung denken und sprechen. Etwas inszenieren oder sich gut präsentieren, ist als mehr als legitim. Etwas darstellen, was man absolut nicht ist, ist es nicht.

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